Die Lexmark Advertorials (2005)

Schnell: Wie schreibt man im WirtschaftsBlatt eine Story über Netzwerkdrucker, ohne dass sie Leserschaft selig entschlummert? "Machen wir doch einen Krimi draus," sagte ich. Und als man mich wider Erwarten gewähren ließ, habe ich Lexmark erfunden. P.  Lexmark. Ermittler in Drucksachen. Hier eine der Storys. Und das Jerry Cotton-mäßige Logo aus der Feder des begnadeten Clemens Kubala...

 

 

Um jeden verdammten Euro

 

Jahrelang verschwand täglich Geld und keiner sah hin.
Bis P. Lexmark ihnen die Augen öffnete...


Man sagt, wenn Controller lächeln, soll man Aktien kaufen. Dieser hier lächelte nicht. Im Gegenteil. Kleine Schweißperlen turnten seine Schläfe hinunter und seine Hände verschoben fahrig Papiere auf dem ausladenden Mahagonitisch.

P. Lexmark sah ihm unter halb geschlossenen Lidern zu, schob sich eine filterlose Lucky zwischen die Lippen und ließ eine 45er Patrone zwischen seinen Fingern rotieren. Es war still im Raum. So still, dass man das Summen der Neonröhre körperlich spürte.

 

„30 Prozent!“ Der Controller klang, als hätte er Sandpapier in der Kehle. „30 Prozent der Dokumentmanagementkosten! Das sind ja...“

Lexmark riss ein Streichholz an seinem Schulterhalfter an und hielt es an die Lucky. „...Tausende. Richtig.“ Er stand auf und trat ans Fenster. „Tausende, die in Ihrem Unternehmen Jahr für Jahr versickern. Spurlos. Keine Täter. Niemand zuständig. Perfekt.“

 

„Helfen Sie mir“, ächzte es dem Halbschatten. P. Lexmark sah lange hinunter auf die regennassen Strassen der gnadenlosen Stadt. „Das kostet...“

„Wieviel?“ – „..weniger, als Sie denken.“ Nur die Neonreklame gegenüber sah das Lächeln des Ermittlers. „Aber Sie müssen...“ –„Was?“ Lexmark trat zum Schreibtisch, drehte seinen klapprigen Sessel um und setzte sich verkehrt drauf. „Notieren Sie....“

 

Als er zu Ende gesprochen hatte, zeigte die alte Wanduhr drei Uhr Morgens. „Haben Sie alles?“ Der Controller sah auf einen Stapel eng beschriebener Seiten und schüttelte seinen Schreibkrampf aus: „Also... Lexmark Output Management. Umfassende Problemlösung für  Corporate-Security, Kostenstreamlining und Userkomfort im Printbereich,“ las er vor.

 

 „Korrekt, Sir.“ P. Lexmark lehnte sich zurück und holte den Bourbon aus der Schreibtischlade. Der Controller las weiter vor: „Kern der Lexmark-Lösung: Ein zentraler Dokument-Management-Server, verbunden mit Kartenlese-Einheiten. Ermöglicht Follow-me-printing: Druckjobs werden nach Anmeldung am Kartenleser dem Anwender überall im Haus direkt in die Hand gedruckt. Das nützt Ressourcen effizienter und schließt Security-Lücken: Nie wieder liegen ausgedruckte Dokumente frei zugänglich herum.“ Er sah fragend auf.

 

Lexmark schenkte ihm ein schiefes Lächeln: „Die Welt ist schlecht und die Konkurrenz schläft nicht, you know?“ Der Controller nickte melancholisch und las weiter: „Erziehung zum Kostenbewusstsein: Lexmark-MFP’s zeigen auf einem Farbbildschirm alle anstehenden Druckjobs pro User aufgelistet – inklusive Kosten. Der User kann entscheiden, ob tatsächlich gedruckt oder ob der Job gelöscht wird. Whow! Das wirkt sicher!“ - „Und wenn´s nicht wirkt, sehen Sie es in Echtzeit!“ Lexmark deutete mit dem Bourbonglas auf die Notizen. „Der Server erfasst alle Druck-, Kopier- Fax- und Scan-Jobs und rechnet die Kosten über das konfigurierbare Reporting-System den Usern oder Abteilungen zu.“ Der Controller ließ die Blätter sinken. Dass er eine Träne zerdrückte, lag wohl am Zigarettenrauch. Hoffentlich.

 

„Ich hätte früher zu Ihnen kommen sollen“, seufzte er ergriffen. „Einen Dollar für jedes Mal, dass mir das wer gesagt hat, und ich kann mich in Key West zur Ruhe setzen“, brummte der Ermittler. „Und bevor Sie jetzt heimgehen, noch ein Wort unter Männern: Wenn Ihre Leute nicht hören wollen, müssen sie fühlen.“ Der Controller erbleichte: „Sie meinen doch nicht....?“ – „Nein, keine rohe Gewalt. Sanfte: Sie können auf den Benutzer-Karten individuelle Budget-Rahmen für die Dokumentenproduktion vergeben. Ich habe viele Papierkiller gesehen. Aber in so einem Streamlining-Programm ist noch jeder zum Sparmeister geworden.“

 

 Als sich die Bürotür schloss, graute der Morgen. P. Lexmark stand am Fenster und sah seinem Kunden nach. Hereingekommen war er als gebrochener Mann. Jetzt hatte sein Schritt etwas Federndes. Man kann fast sagen, dass er fröhlich hüpfte. Der Printing-Spezialist nippte an seinem Whisky. Er hatte mal wieder ein Leben verändert....